Probespielordnung

1. Die Probespielordnung ist Teil der »Bedingungen zur Teilnahme an den Orchesterkursen der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V. (Teilnahmebedingungen) in ihrer jeweils aktuell gültigen Fassung. Die Probespielordnung bezieht sich hier im Besonderen auf Artikel 6 der Teilnahmebedingungen (Auswahl der Teilnehmer).

 

2. Ein Probespiel ist ein Auswahlverfahren zwischen Bewerbern um die Teilnahe an den Orchesterkursen der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V. Es wird angesetzt, wenn sich mehr Musiker einer Instrumentengruppe zur Teilnahme bewerben als Orchesterstellen verfügbar sind und die übrigen in den Teilnahmebedingungen genannten Auswahlkriterien nicht greifen.

 

3. Über die Ansetzung eines Probespiels entscheiden die organisatorische und/oder die künstlerische Leitung (Vorstand der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V. und/oder der jeweilige Dirigent). Mit der Durchführung eines Probespiels – Einladung der Bewerber, Beurteilung des Vorspiels, Entscheidung – beauftragt der Vorstand eine Probespielkommission.

 

4. Die Probespielkommission setzt sich zusammen aus den vier Vorstandsmitgliedern der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V. und vier weiteren Vereinsmitgliedern. Die vier Vereinsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung gewählt und rechtzeitig vor einer Arbeitsphase von der Mitgliederversammlung bestätigt. Die Probespielkommission wählt aus ihrer Mitte eine/n Vorsitzende/n. Die Probespielkommission trifft ihre Entscheidungen mit einfacher Mehrheit der Stimmen. Stimmenthaltungen zählen grundsätzlich als abgegebene Stimmen. Beim Stimmgleichheit entscheidet die Stimme des/der Vorsitzenden der Probespielkommission.

 

5. Die Probespielkommission lädt die Bewerber rechtzeitig, mindestens zwei Wochen vor dem Probespiel, unter Angabe von Datum, Ort, Zeitpunkt und Programm des Probespiels ein.

 

6. Für alle Bewerber gilt ein zweiteiliges Probespielprogramm.

 

  • Teil 1: Kopfsatz eines Solokonzerts oder einer Sonate. Der Bewerber wählt das Stück frei aus und bereitet es vor.
  • Teil 2: Blattspiel. Die Kommission legt dem Bewerber eine unvorbereitete Orchesterstelle aus dem künftigen Programm der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V. vor.

 

7. Ein Probespiel sollte die Dauer von 15 Minuten nicht überschreiten.

 

8. Die Probespiele sind nicht öffentlich. Ausnahme: Mitglieder der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V. dürfen die Probespiele besuchen. Voraussetzung ist die Zustimmung der Probespielkommission.

 

9. Das Ergebnis des Probespiels ist dem Bewerber unmittelbar nach dem Probespiel mitzuteilen. Das Ergebnis ist grundsätzlich nicht anfechtbar.

 

Mainz, den 15. Januar 2005

 

Vorstand der Rheinischen Orchesterakademie Mainz e. V.

 

Jan-Sebastian Kittel, Vera Waßmann, Friederike Heile, Ludwig Zeller